Ich bin ein armer Straßensänger,

hab‘ von Vielem wenig,

doch im alten Lavoir

bin ich ein Seifenkönig.

 

Aus Schaum mach ich die Krone,

stolz sitzt sie auf dem Zopf,

aus dem schönen weißen Kleide

schaut mein lust‘ger Kopf.

 

Da öffnet sich auch schon mein Mund,

laut schallt’s aus meiner Kehle:

„Ein Schaffelbad tut Wunder mir

an Körper, Geist und Seele“.

 

"Rose"

Eine Reise wünscht sie sich gen Osten,

von Herzen gar so sehr,

doch hindern sie enorme Kosten,

zu sehen, riechen Land und Meer.

 

Nur ein paar Taler kann sie finden,

in ihrem Säckel – das ist nicht gut.

Sie sieht das Abenteuer schwinden,

es sinken Frohsinn und auch Mut.

 

„Vielleicht hab‘ ich in meinem Lädchen

noch diesen, jenen Schein“,

denkt sich nun das kluge Mädchen,

hüpft auf dem schönen Bein.

 

Sie stirlt, kramt, sie sucht nach Geld,

nicht zaghaft, sondern wie!

Bis sie etwas in Händen hält,

es ist nicht Zaster, nicht Marie.

 

Das Päckchen hat nicht viel Gewicht,

doch wirkt es augenblicklich:

„Kein Verdruss und kein Verzicht!“,

das Mädchen ist nun glücklich.

 

Der Seife Duft erfüllt den Raum,

lässt Orient sie naschen.

„Ich muss nicht reisen für den Traum –

ich geh‘ mich einfach waschen!“

 

"Orient"

Heiß ist es in diesen Tagen,

Schweiß in Bächen rinnt,

es sorgt kein Weh, kein Klagen

für einen frischen Wind.

 

Wasser, von oben brausend,

erleichtert diese Schwüle,

kalte Tröpfchen - viele Tausend

bringen herrlich Kühle.

 

Die Erholung wird vollendet,

mit einem Minze-Seifenstück,

jungfräuliche Reinheit es Dir spendet,

bringt auch Dein‘ klaren Kopf zurück!

 

"Minzseife"

Gelaufen

kommt das Mädchen,

frisch wie der Tau,

die Wangen so rot

die Äuglein so blau.

Lavendelblau.

 

Bezaubernd

ist ihre Erscheinung,

vom Haar bis zum Zeh,

die Seele ganz klar,

gleich Gebirgswassersee.

Lavendelumrandet.

 

Frühmorgens

wäscht sich das Maidlein,

am Brunnen - im Sonnenlicht,

mit feiner Seife,

da wird der Tag zum Gedicht!

Lavendelgetränkt.

 

"Lavendelseife"

Bescheiden stehst Du zwischen ihnen,

drängelst gar nicht Dich hervor,

nur sanft erhebst Du Deine Stimme

in dem bunten Seifenchor.

 

Doch gerade Deine Feinheit

ist die schönste, beste Zier,

die Empfindlichen und Zarten rufen:

"Je me lave avec plaisir!"

 

"Olivenölseife"

Kleine Sonnen sind Deine Blüten,

fröhlich strahlen sie mir zu,

sie sitzen sattem Grün inmitten,

bringen meinem Herzen Ruh.

 

So nimmt die Seif‘, mit Dir als Zutat,

bestens ihren Auftrag wahr,

sie schäumt mir weg des Tages Unrat,

bringt Freud' hervor –  sonnenklar.

 

"Ringelblumenseife"

Schäumchen, Schäumchen,

weißes Träumchen,

wasch' rein mein Haut und rein mein Haar,

verwöhne mich ganz wunderbar.


"Haar & Haut"

Zum Rendezvous mit ihr,

seiner Dame,

edle Gestalt,

wohlklingend der Name,

kommt Herbert, der wackere Mann,

geschneuzt, gekampelt, gestriegelt an.

Sie wispelt:

„Oh, Herbert, mein Süßer, Du duftest so fein,

sag‘, wo kaufst Du Deine Seife ein?“

„Die Sehnsucht, sie quält mich,

ich kann nicht mehr warten!

Später, mein Herz, mein Lieb',

will ich's verraten!"

 

"Zitronengeranie"

Wäscht sich das Fräulein Elke

mit Seifchen „Zimt & Nelke“,

so wenden sich ihr gleich im Nu

die Nasen aller Männer zu.

Wäscht sich damit der flotte Fred,

weiß seine Braut, die Annegret,

der ist’s und wird es immer sein -

das Näschen sagt’s dem Herzelein.


"Zimt & Nelke"

Eine Prinzessin aus alter Zeit,

wusch sich des Abends mit Zärtlichkeit

den Leib - den schönen,

um ihn zu säubern und zu verwöhnen

mit Düften aus tausendundeiner Nacht.


"Sheherazade"

Halb träumend steht Marie am Fenster,

sinnend süßer Nachtgespenster.

Das Herze ihr vor Freude lacht

ob dieser wonniglichen Nacht.

Nun bind't sie sich das Haar zum Schweife

und ... dankt dem Zauber dieser Seife.


"Kleine Geranie"

In des Gartens Blumenecke,

zwischen Rosen und Jasmin,

sitz ich auf der Bank und warte

auf mein Lieb

... Theres Sabin.

 

Noch eh ich seh sie

trägt ein Lüftchen

einen Wohlgeruch mir zu ...

Fichtennadel, Latschenkiefer

... Tannenrinde noch dazu.


"Wald"

Drunt beim Zaun, då steht die Susi

und wårtet auf ihr neies G'spusi.

"Då kummt er schon - i siach eahm springan,

hear eahm dabei a Liadal singan.

A fescher Bua - kaunn neamd nix sågn.

Und wia der riacht - ka Grund zum Klåg'n!"

 

"Lavendel-Teebaum"

 

 

 

 

 

Des Scherenschleifers Henriette -

fürwahr, das ist 'ne ganz Adrette.

Zu ihrer bunten Perlenkette

trägt sie den Duft von "Midinette" ...

 

"Midinette"

Lustig springt der Heinz um's Eck,

pfeift ein Lied und schaut so keck.

"Huch! Sie schlimmer Frauenschreck!"

schreit das Lieschen und rennt weg.

Heinz kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen,

sein Schalk, der kommt von diesen Seifen ...

 

"Larosa"

Hilde, Hilde –

schöne Wilde!

Erhör mein sehnend‘ Herz,

beend‘ den süßen Schmerz.

Schenk Deinen Mund zum Kusse mir,

bevor ich den Verstand verlier‘.

Dein Geheimnis läßt mich brennen,

kann’s nicht erahnen – nicht erkennen.

 

"Rosenblüte-Sheabutter"

"Eine Nuss!" sagt der Paul.

"Ein zarter Kuss!", sagt der Raoul.

"Eine Rose!", sagt die Sarah.

"Ne Mimose!", sagt die Klara.

"Eine Pfeife!", sagt der Opa.

 "Eine Seife!", sage ich.

 

Was kann Ihnen den Tag versüßen?

 

"Kamillenseife"