... Nachmittagskaffee ...

Ich mag es, wenn mein Kaffee sehr heiß ist. Und da ich ein dickwandiges Großmuattahäferl (mit Bleamal drauf) habe, stelle ich es auf den Ofen im Wohnzimmer, der jetzt schon fast immer beheizt ist. Auch heute so ... aber ein wenig lang. Als ich den Kaffee aus der Espressomaschine in meinen Hafen gieße, beginnt dieser darin zu kochen. Mein Kaffee war ausreichend heiß. Ich habe mir nicht nur die Pratzerl, sondern auch mein Goscherl verbrunnen und den Holztisch noch dazu ...


... vielleicht ... sich schon am Morgen

auf das Wesentliche besinnen ..


"Christinchen, bist Du wohl ein schlimmes Christinchen?"

"Aber ja doch, ich bin brav!"


... ich koche Jasmintee für Sheherazade ...


... der Himmel in den wärmsten Pastelltönen

und dazwischen die Sichel des Mondes ...


 

 

 

 

 

... und da ist er wieder,

der Staubzucker über meinem Kopf.

Blinzelnd durch die Nebelschwaden

lugen die Schneehäubchen der Berge rundum ...


... das Schneiderlein

mit dem struppigen Haar

näht Tasche um Tasche

und freut sich fürwahr

darüber, darunter und auch daneben ...

so einfach ist's manchmal in diesem Leben ...



Heute ist erst der 2. Oktober - trotzdem, bald ist es wieder soweit. Die elektrische Weihnachtsbeleuchtung wird ihre Arbeit aufnehmen. Ihre Motivationstätigkeit. Was wäre, wenn wir auf sie verzichten würden? Wäre es schlagartig finster in unseren Herzen? Den größten Aufschrei würde es wohl von Seiten der Wirtschaft geben. Würde der fehlende blinkende Lockgesang die Geschenkeflut eindämmen? Wahrscheinlich schon - aber, was wäre so schlimm daran? Wir würden trotzdem schenken - aber wahrscheinlich bewusster. Es würde unglaublich viel gespart werden. Allem voran - Energie. An allen Ecken und Enden werden Kraftwerke aufgebaut - Lebensräume zerstört. Aber vom Stromsparen hört man so gut wie gar nichts. Die riesig aufgedunsene Wirtschaftsblase gehört endlich aufgestochen. Ich bin dafür, auf jegliche Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten und herauszufinden, ob Weihnachten dennoch geschehen kann.


An den Schäfer

Ich wär' gern eines von Deinen Schafen,

ich wäre stets bei den schlimmen, nie bei den braven.

Die Braven, die werden so leicht vergessen,

außerdem fad: immer nur fressen und fressen.

Ich wäre ein Racker und tät' mich verstecken

in felsigen Nischen, gefährlichen Ecken.

Du würdest mich suchen und irgendwann finden,

mir einen Strick um das weiße Hälslein binden.

Mich führen hinab auf sicheren Grund

und folgende Worte kämen aus Deinem Mund:

"Nie mehr, Du Schaf, will ich Dir vertrauen",

und mir dabei in meine melancholischen Schafsaugen schauen.

Du würdest mich kosen und drücken

und mir die feinsten Gräslein pflücken.

Aber, ach! Ich bin ja ein schlimmes Schaf.

Ich wartete ab Deinen ganz tiefen Schlaf.

Dann würd' ich das feste Stricklein durchnagen

und durch finst're Nacht ins nächste Findenspiel jagen.


Frühsonntäglicher Spaziergang am Grazer Murufer flussaufwärts.

Inzwischen sind mir schon einige Gesichter der Morgenwanderer vertraut. Die einen gehen gemächlich - meist einen Hund an der Leine, die anderen schon forscher und viele laufen. Zum Teil sind sie in sich versunken ... geben sich dem Rhythmus der Bewegung und oftmals auch der aus den Ohrstöpseln kommenden Musik (ahne ich) hin. Zum Teil nehmen sie die Mitwanderer wahr. Flüchtige Augenkontakte ... ein knapper Gruß. Da gibt es auch den Mann und die Frau, die sich der Sonne zuwenden und sich grazil in den ersten Strahlen bewegen. Auch wenn wir uns allesamt nicht kennen ... trotzdem spüre ich Verbundenheit. Eine Verbindung in Frieden und Toleranz.

Gestern habe ich mich auch noch an den Strand des stolzen Flusses gesetzt. Die Sonne hat auf die herbstlich gefärbten Laubbäume des gegenüberliegenden Ufers geschienen und somit Blattgold auf die Wellen gezaubert ...


 

 

 

 

 

 

 

 

... satt und zufrieden ... in Frieden ... wieder heimgekehrt.

Gestreichelt von Wind und Meer ... umfangen von der Liebe des Seins.


Meinereins hinter der Nähmaschine denkt sich ... ein wenig Musik im Hintergrund wäre schön. Fetzige Musik ausgesucht und eingeschalten ... und absolut keine Chance zum Sitzenbleiben ... die Versuchung ist zu groß ... und so tanzt meinereins vor der Nähmaschine und wird dann doch, um den Arbeitstag nicht zu gefährden, eine andere Scheibe einschieben ...


Sport ... anerkannter Kleinkrieg?


Ich wollte heute einem Freund schreiben, dass ich ziemliches Kopfweh hab'.

Da habe ich mich vertippt und statt Kopfweh - Kopfweg geschrieben.

Wenn ich es recht bedenke ... das trifft viel eher zu.


... Lavendelkissenstickers Tagträume ...


... spielen: ja! Spielchen spielen: nein! ...


... sich mit jeder Minute des Lebens dem Wesentlichen nähern und ein

gelegentliches Rückwärtsgehen doch auch wieder als einen

zarten Schritt nach vorne wahrnehmen ...


Gestern hat uns die Natur wieder einmal ihre Kraft gezeigt. Vom Himmel stürzende Wassermassen begleitet von Hagel, haben die Erde aufgewühlt, Bäume entwurzelt und Bäche übergehen lassen. Nach vielen Stunden mit Schaufel, Krampen und Schlegel ist das Bachbett wieder gerichtet und der Bagger hat die halb weggerissene Strasse wieder befahrbar gemacht. Trotz des Schreckens fühle ich mich heute sehr lebendig ... morgen wird es wahrscheinlich das Gegenteil sein. Und dankbar bin ich. Zum Einen für die Hilfe und ... es hätte noch viel schlimmer kommen können. In diesen Situationen wachsen die Menschen wieder zusammen ... Solidarität. Rund um's Haus gibt es noch viel zu tun.


Nicht weit von unserem Zuhause liegt der Grüne See. Ein Ort, den ich schon seit meiner Kindheit kenne und liebe. Lange Zeit blieb es dort drinnen unverändert. Schön langsam ackert sich der Mensch durch. Zum davor liegenden Kreuzteich gibt es einen Zufluss, der mir immer als Zauberstätte erschien. Das Wasser fließt über einen sanft abfallenden Hügel, Steine und Grünzeug umspülend, in den Teich. Kam man jahrzehntelang nur über einen schmalen Steig dorthin, so gibt es jetzt einen breiten Gehweg und meine magische Stelle wird durch Brücke, Bankerl und Wasserrad entkräftet.

Trotz der schmerzenden menschlichen Eingriffe, komme ich immer wieder gestärkt von so einem Rundgang um die beiden Seen nach Hause. Heute Nachmittag war ich dort. Wegen des feuchten Wetters gab es kaum Spaziergänger, und als es dann zu regnen begann, war ich gänzlich allein. Das Wasser von oben war warm und sanft und ich bemühte mich in keiner Weise schnell ins Trockene zu kommen.


... ist es nicht ein wichtiger Bestandteil des Lebens, einander zu beantworten? ...


... sich seiner Diversität bewusst sein ...


Von Omaticaya zu Omaticaya: "Ich sehe Dich"

Eine der schönsten Liebeserklärungen.


Nicht immer nur gesehen werden wollen ... auch sehen.


Sich selbst als Mitgestalter begreifen.